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Spatenstich für neues Seniorenhein

Artikel vom 04.10.2022

Trotz ungemütlichen Regenwetters kamen am Samstagvormittag (01.10.22) zahlreiche Gäste zum Spatenstich für das neue Seniorenheim, das an der Liebenzellerstraße auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks Lustnauer errichtet werden soll.
Gemeinsam mit den Gesellschaftern der Lustnauer GBR, Hans Keppler und Wilhelm Großmann als Bauherren, der Betreiberfamilie Burghardt, Planern und Handwerkern, Bürgermeister und Gemeinderat, hob man im alten Sägewerk das Glas auf ein gutes Gelingen.
Keppler dankte allseits für die bisherige Unterstützung des Projekts. Im Voraus auch den Bauarbeitern, die am kommenden Dienstag damit beginnen werden, die Baugrube auszuheben. Drei Wochen später soll auch der Hochbau beginnen.
Im Gespräch mit Familie Burghardt, die in Höfen bereits ein Seniorenheim betreibt, sei die Idee entstanden, ein neues, größeres Gebäude, als Ersatz für das in die Jahre gekommene zu bauen. Dass aber erst in drei Jahren der Spatenstich erfolgen sollte, hätten sie damals nicht gedacht, gab Keppler zu.Was er gelernt habe, sei, dass dies kein Spaziergang, sondern ein Hürdenlauf mit zusätzlichen Stolpersteinen ist. „Aber jetzt sind wir so weit, dass wir feierlich beginnen können“, freute er sich.
Geplant sei ein Seniorenheim mit sechzig Zimmern. Gebaut werde nach dem neuesten ökologischen Standard KfW 40 plus. Es gibt eine Pelletheizung, aufs Dach kommen Solarmodule, kurz alles,  was Stand der Technik ist. Dennoch wolle man das alte Sägewerksgebäude Baujahr 1846 mit integrieren. Altes und Neues werde gut harmonieren.
Bürgermeister Heiko Stieringer blätterte in den Unterlagen zurück und bestätigte, vor drei Jahren habe Architekt Horntrich die ersten Entwürfe im Rathaus vorgestellt. Ziel sei es gewesen, das Projekt zeitnah zu verwirklichen. „Heute wissen wir, was zeitnah bedeutet, nämlich drei Jahre später“, scherzte der Schultes. Von Anfang an sei es Ziel gewesen, das Seniorenheim in die soziale Struktur der Gemeinde einzubinden. Dazu sei der zentrale Standort außerordentlich gut geeignet. Wunsch der Heimbewohner wie der Angehörigen sei es, den Alltag in der Gemeinde solange wie möglich miterleben zu dürfen. Mit dem Spatenstich werde der Grundstein für ein Wohnen in Höfen auch im Alter gelegt, denn einen alten Baum verpflanzt man nicht. Das Projekt sei für Höfen ein echter Mehrwert und gleichzeitig werde damit auch eine Baulücke an dieser Stelle geschlossen, was die Gemeinde seit Jahrzehnten vorhabe.
Die Bebauungspläne seien unterzeichnet, die Baugenehmigung erteilt. Jetzt könne derBagger zubeißen. Architekt Andreas Horntrich bestätigte, „wir haben den roten Punkt bekommen“. Am Dienstag werden die Bauleute anfangen mit dem Aushub. 1.500 Kubikmeter Erde müssen abgefahren werden, das sind 9.000 Tonnen oder 450 Lastkraftwagen mit je 10 Kubikmetern Erde. Anschließend wird ein Stahlbetonskelettbau aus 225 Tonnen Stahl errichtet, der von der Zimmerei Großmann mit Holzrahmen ausgefüllt wird. Das Haus bekommt ein Walmdach und werde gut in die Umgebung passen. Es entstehen 12.000 Kubikmeter umbauter Raum und eine Nutzfläche von 1.200 Quadratmetern. Das alles soll innerhalb von sechs Monaten Bauzeit erledigt sein. Parallel dazu werde schichtweise der Innenausbau erfolgen.  
Die am Projekt Beteiligten griffen nun zum Spaten und begannen symbolisch mit dem Bau. Anschließend waren alle eingeladen, den Spatenstich beim Mostfest in der Enzauenhalle bei Bratwurst und Flammkuchen zu feiern.

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