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Grundschule wieder geöffnet!

Artikel vom 17.11.2020

Am Dienstag, 17. November, öffnet die Höfener Grundschule wieder ihre Tore für die Schüler. Auch die Schulkindbetreuung ist dann wieder geöffnet.

"Kein weiteres Kind war symptomatisch", erklärt Höfens Bürgermeister Heiko Stieringer im Gespräch mit unserer Zeitung. Und die Erleichterung ist ihm dabei durchaus anzumerken. Zur Erinnerung: An der Schule auf dem Berg war am vergangenen Montag ein positiver Fall einer Covid-19-Infektion aufgetreten. Deswegen wurde durch das Gesundheitsamt eine häusliche Quarantäne bis einschließlich 16. November für alle betroffenen Kontaktpersonen ausgesprochen. Die ist nun vorbei, und da keine weiteren Fälle aufgetreten sind, darf die Schule wieder öffnen.
Das bedeutet, dass für die Höfener Grundschüler ab sofort wieder ganz normaler Unterricht stattfindet. "Es gab keine Auflagen vom Schulamt", so Stieringer weiter. Während der Unterrichts- und Pausenzeiten seien die Kinder jahrgangsmäßig getrennt. Das gilt aber nicht für die Schulkindbetreuung.
Problem für kleine Schulen
Zwar heiße es in der Corona-Verordnung, dass es möglichst konstante und keine jahrgangsübergreifenden Gruppen geben soll. "Das ist an einer kleinen Schule aber immer ein Problem", sagt der Bürgermeister. Da in Höfen nur ein Raum für die Betreuung zur Verfügung stehe und ein Großteil der Eltern auf die Schulkindbetreuung angewiesen sei, werde sie deshalb wie gewohnt angeboten. "Solange ich nicht trennen ›muss‹, sondern laut Verordnung ›soll oder kann‹", werde er das auch tun, so Stieringer weiter, der noch einmal darauf hinweist, dass es schlicht anders nicht möglich sei: "Ich kann ja nicht die Hälfte der Kinder auf den Hof setzen." Den Eltern sei daher freigestellt, das Kind "zu der Betreuung zu schicken – oder auch nicht".
Als Schutzmaßnahme hat Stieringer angeordnet, dass die Erzieherinnen in der Betreuung einen Mundschutz tragen müssen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. Die Kinder können Mundschutz tragen, wenn die Eltern das möchten, müssen es aber nicht. "Ich kann und werde es nicht anordnen", so Heiko Stieringer weiter.
Stieringer ist sich sicher: "Nach der Corona-VO können wir es so machen." Er will aber seine Hand nicht ins Feuer halten, dass nicht wieder ein Fall auftritt. Dennoch appelliert er an das Verständnis der Eltern und weiß dabei ganz genau: "Man kann es nicht jedem recht machen."
Übrigens:
Derzeit gibt es laut offizieller Statistik fünf Fälle in Höfen. Davon seien aber bereits drei wieder aus der Quarantäne raus, sodass sich aktuell nur noch zwei offiziell in Quarantäne befinden.

Text: Bernd Mutschler/Schwarzwälder Bote

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