Aktuelles aus dem Landratsamt: Höfen an der Enz

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07.05.2021 = 42 weitere Corona-Fälle im Landkreis Calw

Im Landkreis Calw wurden am 07. Mai 2021 = 42 neue Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) gemeldet.

Ferner wurden ein weiterer in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehender Todesfall aus dem Kreis Calw bekannt. Es handelt sich um einen Mann aus Nagold.

Aktuell befinden sich in den Kliniken im Landkreis Calw 22 Personen, die positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurden, in stationärer Behandlung.

Die nächste Mitteilung zur Entwicklung der Corona-Fallzahlen im Kreis Calw wird am 10. Mai 2021 veröffentlicht.

Die vollständige Pressemitteilung des Landratsamtes Calw steht nachfolgend zum Download bereit.

42 neue Corona-Fälle

Brasilianische Variante P.1. vermehrt im Kreis Calw nachgewiesen!

Neben britischer Variante beobachtet das Gesundheitsamt Calw ein vermehrtes Auftreten der brasilianische Variante

Mehrere veränderte Varianten des ursprünglichen Coronavirus bereiten Deutschland derzeit Sorgen. Die britische Mutante B.1.1.7 dominiert bundesweit, aber auch andere Mutationen sind inzwischen angekommen.

Im Kreis Calw ist die britische Mutation seit Wochen die dominante Variante. Ungefähr 85 Prozent der Corona-Infektionen im Kreis Calw gehen von der Variante B.1.1.7. aus. Von der in Südafrika aufgetauchten Mutante B.1.351 sind in den letzten Monaten sporadisch Fälle erfasst worden. Doch nun steht das Gesundheitsamt im Kreis Calw vor einer weiteren Herausforderung: Die brasilianischen Mutante P.1. Hiervon wurden nun sieben Fälle im Kreis Calw nachgewiesen.

Bei der Vermehrung von Viren entstehen Mutationen. Weltweit wurden bisher ungefähr 12.000 Mutationen von SARS-CoV-2 registriert. Hiervon haben sich bisher nur wenige Mutanten so entwickelt, dass sie den Pandemieverlauf beschleunigen. Zu den bedenklichen Varianten (Variants of Concern, abgekürzt VOC) zählen unter anderem die britische B.1.1.7, die südafrikanische B.1.351 und die brasilianische P.1.

Die Bedenklichkeit der Varianten kommt daher, dass sich bei ihnen die Struktur des Spike-Proteins verändert hat. Über dieses Eiweißmolekül dockt das Virus an der Zellenoberfläche an. Dadurch gelangen die Mutationen schneller und effektiver in die Zellen, bzw. es werden die Oberflächenproteine mancher Varianten vom menschlichen Immunsystem schlechter erkannt und können so weniger effektiv bekämpft werden.

„Im südlichen Kreis Calw wurden nun mehrere Fälle der brasilianischen Variante nachgewiesen, die vermutlich in einem Zusammenhang miteinander stehen. Es wird bei dieser Variante eine erhöhte Übertragbarkeit angenommen. Den Ausbruch beobachten wir daher mit großer Sorge und sind sehr bemüht, die Kontakte nachzuverfolgen, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen“, so Andrea Neuwirth, Ärztin im Gesundheitsamt Calw.

„Ich verstehe, dass die Disziplin nach so langer Zeit nachlässt und wir alle uns nach Normalität sehnen. Trotzdem müssen wir Sie, aufgrund des Aufkommens gefährlicher Varianten im Kreis Calw, jetzt nochmals darum bitten, sich an die geltenden Maßnahmen zu halten. Hygienekonzepte wie das Vermeiden von Kontakten, besonders in Innenräumen, Desinfizieren von Oberflächen, Handdesinfektion, Maske tragen, Lüften und Abstand halten sind weiterhin wichtig für den Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus - auch bei Virusvarianten“, sagt Landrat Helmut Riegger.

Weitere Informationen zum Coronavirus gibt es auf der Homepage unter www.kreis-calw.de/corona

Pressemitteilung

Der luca-Schlüsselanhänger - Analog einchecken

Der luca-Schlüsselanhänger ist das analoge Gegenstück zur luca-App. Der Schlüsselanhänger ist gedacht als einfache Alternative für Nutzer:innen, die kein Smartphone haben und regelmäßig luca-Standorte besuchen. Hierzu muss der luca-Schlüsselanhänger einmalig online registriert werden. Zur Registrierung und Verifizierung der Telefonnummer wird einmalig ein Internetzugriff benötigt. Sobald der Schlüsselanhänger registrierst ist, kann bei luca-Standorten eingecheckt werden.

Der Schlüsselanhänger besteht aus QR-Code und Seriennummer. Der QR-Code muss beim Betreten eines Luca-Standorts von den Betreibern gescannt werden. Die Seriennummer hat zwei Funktionen. Sie brauchen Sie, um Ihren Schlüsselanhänger zu registrieren und um im eigenen Infektionsfall die luca-Historie an das Gesundheitsamt zu übermitteln. Übermitteln Sie Ihre Seriennummer, kann das Gesundheitsamt Ihre Check-ins der letzten 14 Tage sehen. Anschließend kann das Gesundheitsamt diejenigen Informieren, mit denen Sie zeitgleich an einem Ort waren.

Lesen Sier hier:

So geht´s: Schlüsselanhänger registrieren

Alle Altenpflegeheime im Kreis Calw durchgeimpft

Pressemitteilung des Landkreises Calw vom 30.03.2021

1062 impfwillige Pflegeheimbewohner haben Impfung erhalten

Seit dem 30. März 2021 sind im Landkreis Calw der Großteil der Bewohnerinnen und Bewohner der Altenpflegeheime gegen Covid-19 geimpft. Die Mobilen Impfteams haben innerhalb von drei Monaten 1062 Impfberechtigten die beiden Impfungen verabreicht. Die erste Impfung in einem Pflegeheim des Landkreises Calw fand am 30.12.2020 im Seniorenzentrum Althengstett statt. Im Landkreis Calw gibt es insgesamt 1703 Pflegeheimplätze in 30 Einrichtungen. In fünf Pflege-Wohngemeinschaften mit insgesamt 33 Plätzen wurden 21 Bewohnerinnen und Bewohner geimpft.

„Die Durchimpfung der Altenpflegeheime ist ein wichtiger Schritt zurück zur Normalität. Hierdurch sind viele Risikopatientinnen und -patienten besser gegen das Virus geschützt. Außerdem war unser Anliegen, diese Einrichtungen möglichst schnell zu impfen, weil Ausbrüche dort stets viele Opfer gefordert haben. Bei einer vollständigen Impfung sind mittelfristig Lockerungen der Kontaktbeschränkungen möglich. Nun hoffen wir, dass wir bald mehr Impfstoff bekommen, damit die Impfungen allgemein schneller vorankommen“, so Landrat Helmut Riegger.

Zu beachten ist, dass Personen, die bereits an Covid-19 erkrankt waren, erst sechs Monate nach Ihrer Genesung geimpft werden (STIKO-Empfehlung). Somit konnten ca. 300 Bewohnerinnen und Bewohner aus Pflegeheimen mit einem Infektionsgeschehen im Herbst/Winter 2020 bisher nicht geimpft werden. Die Impftermine für diese Personengruppe werden in der nächsten Zeit geplant und nachgeholt. Es gilt trotz der Durchimpfung weiterhin, Vorsicht walten zu lassen und durch regelmäßige Schnelltests das Ansteckungsrisiko gering zu halten.

Landkreis Calw setzt auf digitale Kontaktnachverfolgung für mögliche Öffnungsszenarien

Startschuss für luca-App – bereits 37 Betreiber registriert

Die digitale Kontaktnachverfolgung per App zur Eindämmung der Corona-Pandemie kann einen wichtigen Beitrag zur Begleitung möglicher Öffnungsszenarien leisten. Als einer der
ersten Landkreise in Baden-Württemberg setzt der Landkreis Calw die luca-App schrittweise zur lückenlosen Kontaktpersonennachverfolgung ein und hat hierfür bereits sämtliche technische und administrative Voraussetzungen geschaffen.
Die luca-App ist für Bürgerinnen und Bürger, Veranstalter und Betreiber wie auch für die Gesundheitsämter geeignet und verknüpft vorhandene Datenwege. So kann sie z.B. mit
dem bereits etablierten Programm SORMAS (Software zur verwaltungsinternen Kontaktverfolgung), die im Calwer Gesundheitsamt bereits seit Oktober 2020 vollumfänglich eingesetzt wird, verknüpft werden. Der Kreis Calw gehört zu den Pilotanwendern in Baden-Württemberg, sowohl für das Programm SORMAS als auch für die luca-App. Papierformulare in
Gastronomie, Einzelhandel, Kulturbetrieben können durch einen kurzen QR-Scan ersetzt werden. Für Bürgerinnen und Bürger ohne Handy gibt es die Option eines Schlüsselanhängers,
der durch den Betreiber eingescannt wird. Um einen flächendeckenden Einsatz der luca-App zu ermöglichen, wird die Landkreisverwaltung in Zusammenarbeit mit verschiedenen
Akteuren zum Start solche Schlüsselanhänger verteilen.
Tritt ein Infektionsfall ein, werden alle Gäste der Veranstaltung automatisch informiert. Parallel werden die Gesundheitsämter informiert, die nach erfolgter Autorisierung Zugriff auf
die Daten der übrigen Gäste haben. So wird der Prozess der Nachverfolgung beschleunigt.

„Die digitale Kontaktnachverfolgung wird unsere Öffnungsstrategie begleiten müssen, so lange die Bevölkerung noch nicht durchimpft ist. Unser Ziel ist es, den Betreibern im Landkreis
Calw eine möglichst unbürokratische Lösung hierfür zu bieten. Die luca-App ist eine Neuheit und wir im Landkreis Calw wollen hier modellhaft vorangehen“, so Landrat Helmut
Riegger.
„Die Gastronomie- und Hotelbetreiber warten seit Monaten auf eine Perspektive und eine entsprechende Hygienekonzeption. Die digitale Kontaktnachverfolgung ist ein wichtiger
Schritt in Richtung Öffnung“, so Ricarda Becker, stellvertretende Direktorin Hotel Therme Teinach.
„Im Kreis Calw ist ein kontaktarmer Tourismusbetrieb, zum Beispiel Wanderurlaube, gut möglich. Zudem kann die luca-App an den Stellen helfen, wo doch mal mehrere Menschen
zusammenkommen, wie an bekannten Ausflugszielen“, so René Skiba, Geschäftsführer der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald.
„Der kleinteilige Einzelhandel im Kreis Calw lässt Öffnungen sicher zu – das hat die leider kurze Öffnungsphase in der letzten Woche gezeigt. Die App macht Begegnungsaufzeichnungen für Händler einfacher und den Besuch im Einzelhandel für die Kundschaft dadurch noch sicherer“, so Jürgen Ott, Vorsitzender des Gewerbevereins Calw.

Die QR-Codes der luca-App können beispielsweise in der Gastronomie, im Einzelhandel, in Apotheken und Arztpraxen, in Firmen, im Rahmen von religiösen Zusammenkünften wie
Gottesdiensten, in Pflegeeinrichtungen, im ÖPNV oder in Hotels genutzt werden. Die Daten der Nutzerinnen und Nutzer der App werden hierbei verschlüsselt und nur nach Einwilligung
übermittelt. Wenn ein positiver Krankheitsfall auftritt, wendet sich das Gesundheitsamt an die betroffene Person und bittet diese um Freigabe der personalisierte Kontaktdaten. So ist
der Datenschutz gewährt. Auch das Landratsamt Calw nutzt die App intern, um Kontakte, z.B. bei unvermeidbaren Dienstbesprechungen, nachzuverfolgen.

Informationsmaterial für Betreiber (Plakate und Druckvorlagen) wird im Laufe der kommenden Woche auf der Website des Landratsamts (www.kreis-calw.de/luca) zum Download zur
Verfügung stehen.

PM Digitale Kontaktnachverfolgung
Plakat luka-App

Unbürokratische Hilfe für die Gastronomie

Landratsamt Calw erlässt Allgemeinverfügung zur Fristverlängerung im Hinblick auf das Erlöschen der Gaststättenerlaubnis

Durch das andauernde Infektionsgeschehen im Rahmen der Corona-Pandemie leidet die Gastronomie seit etwa einem Jahr unter erheblichen Einschränkungen und Belastungen. Einige Gaststättenbetriebe können seit dem 17.03.2020 bis heute nicht oder nur in eingeschränktem Umfang öffnen. Nach § 8 Gaststättengesetz erlischt eine Gaststättenerlaubnis, wenn der Gaststätten-Inhaber den Betrieb seit einem Jahr nicht mehr ausgeübt hat. Wird, zum Beispiel aus Unkenntnis, kein entsprechender Verlängerungsantrag gestellt, erlischt kraft Gesetzes eine solche Gaststättenerlaubnis. Um das zu verhindern, hat das Landratsamtes Calw für seinen Zuständigkeitsbereich eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese gewährt den betroffenen Gaststättenerlaubnis-Inhabern automatisch eine Fristverlängerung bis zum 31.05.2022. Diese Allgemeinverfügung gilt für Gastronomiebetriebe in den Gemeinden Althengstett, Bad Herrenalb, Bad Liebenzell, Bad Teinach-Zavelstein, Dobel, Gechingen, Höfen, Neubulach, Neuweiler, Oberreichenbach, Ostelsheim, Schömberg, Simmersfeld, Simmozheim, Unterreichenbach und Wildberg.

Das Landratsamt Calw nutzt die Möglichkeit, die Jahresfrist auch ohne ausdrücklichen Antrag zu verlängern und ermöglicht den Gaststättenbetreibern so eine unbürokratische Lösung. Für die betroffenen Betriebe ist damit der Fortbestand der Erlaubnis sichergestellt, ohne dass sie selbst tätig werden müssen und ohne dass Gebühren anfallen.

Für die übrigen Städte und Gemeinden im Landkreis Calw sind die jeweils örtlichen Gaststättenbehörden zuständig.

Die gesamte Allgemeinverfügung mit ihrer vollständigen Begründung kann auf der Internetseite des Landkreises Calw (www.kreis-calw.de/Amtliche-Bekanntmachungen) eingesehen werden.

 

Landkreis Calw will Modellregion für die Öffnung von Hotellerie, Gastronomie und Tourismus werden

Stufenplan für Öffnungen beim Ministerium für Soziales und Integration eingereicht

Der Landkreis Calw bewirbt sich in Kooperation mit dem DEHOGA Kreisverband für ein Modellprojekt zur Erprobung der stufenweisen Öffnung von Hotellerie, Gastronomie und Tourismus beim Sozialministerium.

Ausdrücklich unterstützt wird das Projekt von allen kreisangehörigen Kommunen, die im Vorfeld in die Planungen einbezogen wurden.
Grundlage hierfür ist der Beschluss der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 22. März 2021. Hiernach können die Länder in einigen Regionen im Rahmen von Modellprojekten einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens unter strengen Voraussetzungen öffnen. Das Tübinger Modell zur Öffnung des Einzelhandels ist insofern in aller Munde.

Der Landkreis Calw hat nun unter Berücksichtigung struktureller Besonderheiten der Region einen eigenen modellhaften Stufenplan entwickelt: In einer ersten Stufe soll in den drei Städten Bad Teinach-Zavelstein, Bad Wildbad und Bad Herrenalb unter Einhaltung eines strengen Testkonzepts zunächst die kontaktarme Hotellerie (einschließlich Ferienwohnungen) geöffnet werden.

Gegenstand des Modellprojektes in der ersten Stufe sollen folgende Elemente sein:
- flächendeckende Bürgertestungen in den ausgewählten Städten und Gemeinden;
- verpflichtende regelmäßige Testungen der Mitarbeiterschaft der beteiligten Betriebe;
- regelmäßig wiederholte Testungen der Gäste und durchgängig negative Testergebnisse als Voraussetzung der Beherbergung;
- IT-gestützte Prozesse zur Kontaktnachverfolgung durch Nutzung von SORMAS, luca-App etc.;
- IT-gestützte Prozesse zum Testnachweis für Gäste und Bevölkerung;
- Umsetzung strenger und qualitätsgesicherter Hygienekonzepte als Teilnahmevoraussetzung eines Betriebs;
- eine enge Rückkopplung und Begleitung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst;
- eine wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch das Mannheimer Institut für Public Health (Monitoring).

Die Erprobung an wenigen Standorten im Landkreis ermöglicht neben Testungen auch die Berücksichtigung weiterer Einflüsse auf die epidemische Lage. Dadurch können die Erfolgsfaktoren der Modelle bewertet und die Übertragbarkeit gesteigert werden.
„Die Menschen und die Tourismusbranche brauchen in dieser außerordentlich schwierigen Zeit eine Perspektive, die der Landkreis gemeinsam mit dem Land für eine Schlüsselbranche der gesamten Region aufzeigen möchten. Als Landkreis mit enormem Waldanteil und Natur können wir viele Angebote im naturnahen Tourismus vorweisen. Mit diesem Modellprojekt wollen wir die stufenweise Öffnung von Hotellerie, Gastronomie und Tourismus erproben und so wissenschaftlich fundierte Grundlage für weitere Öffnungsszenarien schaffen“, so Landrat Helmut Riegger.

Abhängig vom Erfolg der ersten Stufe des Modells soll in Absprache mit der wissenschaftlichen Begleitung und dem Landesgesundheitsamt über den Eintritt in weitere Stufen entschieden werden.

Mögliche weitere Stufen sind:
- Ausdehnen der Öffnungen auf sonstige touristische Angebote in den Modellgemeinden;
- Ausdehnen der Öffnungen auf die Gastronomie in den Modellgemeinden;
- räumliche Ausweitung der ersten Stufe auf das Gebiet beider Landkreise.
Jede Ausweitung des Modells wäre an strenge Voraussetzungen, insbesondere hinsichtlich der Testungen und der Hygienekonzepte, geknüpft.

PM Modellregion

Zwei weitere Standorte für Schnelltests in Altensteig und Schömberg

Ausweitung der Schnelltestkapazitäten im Landkreis Calw

Zusätzlich zu den bereits bestehenden Schnellteststationen des Landkreises in Calw und Nagold gehen am Samstag, 13. März 2021 ein weiterer Standort in Altensteig (Ehem. Modehaus Krebs, Rosenstraße 33-35, 72213 Altensteig) und ein Standort in Schömberg (Kurhaus, Schwarzwaldstraße 22, 75329 Schömberg) in Betrieb. Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Calw können sich nun insgesamt an vier verschiedenen Standorten im Kreisgebiet kostenlos mit einem Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen.

„Die Erweiterung der Schnelltestkapazitäten in der Fläche, ermöglichen den Bürgerinnen und Bürgern einen niederschwelligen Zugang zu Testmöglichkeiten. Die Schnelltests sind ein wichtiger Bestandteil in der weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie und um Öffnungsperspektiven halten zu können“ so Landrat Helmut Riegger.

Die angebotenen Schnelltests werden ausschließlich bei Personen ohne typische COVID-19 Symptome durchgeführt. Personen, die Symptome haben oder Kontaktpersonen von Infizierten sind, sollen sich mit einem kostenlosen PCR-Test auf das Coronavirus testen lassen.

Die Terminvereinbarung erfolgt ausschließlich online über die Website des Landkreises Calw unter  www.kreis-calw.de/schnelltest.  Dort finden Sie auch die genauen Standorte und die Öffnungszeiten, zu denen Schnelltests angeboten werden. Mit der verbindlichen Buchung des Termins wird auch die Einverständniserklärung zur Datenverarbeitung und ggf. Weiterleitung der Daten an das Gesundheitsamt des Landkreises Calw erteilt. Der Abstrich erfolgt durch medizinisch geschultes Personal des DRK über den Nasenrachenraum. Positive Testergebnisse werden an das Gesundheitsamt gemeldet und müssen über einen PCR-Test validiert werden.

Nach der Abnahme des Schnelltests wird Ihr Ergebnis nach ca. einer halben Stunde über das Smartphone mittels der App „Doctor Box“ mitgeteilt. Eine Anleitung zum Abrufen des Befundes gibt es an den Schnelltest-Zentren.

Das Gesundheitsamt weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass ein negatives Testergebnis nur eine Momentaufnahme darstellt und insbesondere ein negatives Schnelltestergebnis keine vollständige Sicherheit bietet, nicht infektiös zu sein. Daher wird dringend empfohlen, trotz eines negativen Testergebnisses die bekannten Hygieneregeln einzuhalten.

Kreisimpfzentrum im Vollbetrieb - Bisher musste keine Impfdosis entsorgt werden

Es geht rund im Calwer Impfzentrum. Die Einrichtung des Landkreises, die vor sechs Wochen ihren Betrieb aufgenommen hat, läuft jetzt mit rund 750 Impfungen am Tag beinahe unter Volllast. 630 der Impfungen werden im Zweischichtbetrieb in Wart und 120 durch die beiden mobilen Teams in den Pflegeeinrichtung im Kreisgebiet durchgeführt.

„Damit werden alle Impfdosen, die uns das Land zur Verfügung stellt, verimpft“, so Landrat Helmut Riegger. Bei den Beschäftigten der Krankenhäuser, der Rettungsdienste und der Pflegedienste kann das KIZ ebenso wie bei den Pflegeheimen bald Vollzug melden. Helmut Riegger: „Hier sind wir Mitte bis Ende des Monats durch. Jetzt folgen Beschäftigte der Polizei und des Katastrophenschutzes.“

Die mobilen Teams werden deshalb nicht arbeitslos. Auf die Pflegeheime folgen die Tagespflege und die Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Danach ist angedacht, in den einzelnen Städten und Gemeinden im Landkreis ein Angebot für über 80-jährige Menschen einzurichten. Die Organisation erfolgt über die Kommune in einer zentralen Einrichtung dort, z.B. in einer Festhalle.

„Mancherorts bekannt gewordene Bedenken gegen den Impfstoff AstraZeneca können wir für den Landkreis Calw nicht bestätigen“, betont der Landrat. „Seit der Personenkreis der Impfberechtigen am 22.Februar wegen des neuen Impfstoffs deutlich erweitert wurde, sind die von uns zusätzlich freigeschalteten Terminslots immer noch intensiv nachgefragt.“

Zum Stand 04.03. hat das Impfzentrum fast 8.000 Impfungen durchgeführt. Besonders erfreulich dabei ist, dass nicht eine Dose des wertvollen Impfstoffs vernichtet werden musste. „Wir haben sehr wirtschaftlich geplant. Falls trotzdem abends einige wenige Dosen Biontech-Impfstoff übrigbleiben, rufen wir Menschen aus der Umgebung des Zentrums an, die am Folgetag ohnehin einen Termin haben und bitten sie ins KIZ zu kommen. Das hat bislang perfekt funktioniert.“ Beim AstraZenca-Impfstoff ist das ohnehin kein Problem – der kann am Folgetag noch verimpft werden.

In den nächsten Tagen startet das Land ein Modellprojekt zur künftigen Versorgung der niedergelassenen Ärzte mit Impfstoff. Landesweit sollen 40 Praxen sechs Wochen Patienten impfen. Danach ist mit einer flächendeckenden Versorgung zu rechnen, zumal dann auch der Impfstoff von Johnson und Johnson zur Verfügung steht, der im Kühlschrank aufbewahrt werden kann und nur einmal verimpft werden muss.

Landrat Riegger dankt den Beschäftigten des Impfzentrums ausdrücklich. „Dort wird eine tolle Arbeit geleistet. Ärztinnen und Ärzte, Medizinische Fachangestellte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von DEHOGA und DEKRA, die Soldaten und die Kolleginnen und Kollegen aus der Kreisverwaltung arbeiten perfekt Hand in Hand und zum Wohle der unserer Einwohnerinnen und Einwohner.“

Ausbau der Corona-Schnelltests zur Bekämpfung der Pandemie im Landkreis

Unterstützung der Bundeswehr in Alten- und Pflegeheime / DRK bietet Schnelltests für Jedermann an

Das Landratsamt Calw weitet in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Bundeswehr die Schnelltestungen im Landkreis aus, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Zum einen hat der Landkreis zur Unterstützung der Alten- und Pflegeheime vorübergehend weitere Unterstützung der Bundeswehr erhalten: Zehn Soldaten sind seit dem 27.01.2021 zusammen mit Beschäftigten des Coronateams des Landratsamtes Calw im Landkreis in Alten- und Pflegeheimen unterwegs, um dort bei der Durchführung von Antigen-Schnelltests an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von Besuchern zu helfen. Jeweils zu zweit werden die Teams festen Heimen zugeteilt und unterstützen dort bei der Schnelltestung. Die Schnelltestungen der Beschäftigten sollen eine unbemerkte Einschleppung des Virus in Alten- und Pflegeheime verhindern. „Gerade für den Kreis Calw mit seinen vielen Pflegeheimen ist die Unterstützung der Bundeswehr sehr wichtig, um besonders vulnerable Menschen vor dem Virus schützen können“ betont der Erste Landesbeamte im Landratsamt Calw, Dr. Frank Wiehe.

Zum anderen bietet das Deutsche Rote Kreuz im Kreis Calw ab Samstag, 30. Januar 2021 an jeweils drei Wochentagen Corona-Schnelltests für Jedermann an folgenden Standorten an:

  • Calw, DRK-Seminario, Rudolf-Diesel-Str. 15
  • Nagold, Pflegezentrum „Am Lemberg“, Mörikestr. 22
  • Bad Liebenzell / Maisenbach-Zainen, DRK-Bereitschaftsräume, Talstr. 21

Der an das DRK zu entrichtende Aufwendungsersatz für einen Corona-Schnelltest beträgt 35 EUR.

Die Testabnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung und Einwilligung zur Datenweitergabe an das Gesundheitsamt möglich, da positive Testergebnisse gemeldet werden müssen. Im Falle eines positiven Tests erhalten Sie vor Ort eine Aufklärung, welche Schritte zu beachten sind. Auch wird ein zeitnaher Termin zur Testüberprüfung in einer Drive-In-Station vermittelt.

Die Onlineanmeldung ist möglich über die Homepage www.drk-kv-calw.de. Gerne können Termine auch unter der Telefonnummer 07051 7009-132 gebucht werden.

Zudem sind auf der Homepage der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg auch einige Apotheken im Landkreis Calw gelistet, die ihren Kunden Antigen-Schnelltests anbieten – aktuell die Burg-Apotheke in Calw-Altburg, die Rosen-Apotheke in Nagold und die Flößer-Apotheke in Bad-Wildbad-Calmbach.

„Diese Schnelltestangebote bilden eine gute Ergänzung zu den schon seit Beginn der Pandemie betriebenen Testzentren des Landkreises, in denen allerdings keine Antigen-Schnelltests, sondern PCR-Tests vorgenommen würden,“ meint Wiehe. „So können wir dank der Unterstützung unserer Partner nun insgesamt eine sehr gute Testinfrastruktur im Landkreis Calw vorhalten.“

Da die Antigen-Schnelltests insgesamt ungenauer als die sog. PCR-Tests im Labor sind, bleibt der PCR-Test nach wie vor die sicherste Testmethode zum Nachweis von COVID-19. Der Landkreis Calw betreibt drei PCR-Testzentren in Calw, Nagold und auf dem Dobel.

Folgende Personen sollten in jedem Fall einen PCR-Test durchführen lassen:

  • Personen mit Symptomen, die für eine Erkrankung mit COVID-19 typisch sind, also Husten und Fieber, Schnupfen, Gliederschmerzen, Hals- oder Kopfschmerzen sowie Atemnot, aber auch Riech- und Geschmacksstörungen sowie Magen-Darm-Symptome
  • Kontaktpersonen von Personen, die positiv auf COVID-19 getestet wurden
    • Wenn Symptome auftreten oder ein Bezug zu neuartigen Virusvarianten besteht
    • Ansonsten je nach freien Testkapazitäten
  • Personen mit einem positiven Schnelltestergebnis

Derzeit sind freie Testkapazitäten in den Zentren verfügbar, sodass ein Testtermin rasch vermittelt werden kann. Zur Terminvereinbarung wenden Sie sich bitte unter Nennung von vollständigem Namen, Geburtsdatum, Telefonnummer und Grund der Testung mit einer Email an corona-test@kreis-calw.de.

Die Kosten der Testung werden für Personen mit Symptomen von der jeweiligen Krankenkasse übernommen, in den anderen o.g. Fällen über die Kassenärztliche Vereinigung aus Bundesmitteln (Gesundheitsfonds) abgerechnet. Für andere Zwecke, z.B. für den Zutritt eines Pflegeheims oder die Abkürzung der Absonderung nach einer Auslandsreise, ist der Nachweis eines negativen Antigen-Schnelltestergebnisses rechtlich ausreichend.

Das Gesundheitsamt weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass ein negatives Testergebnis und insbesondere ein negatives Schnelltestergebnis keine vollständige Sicherheit bietet, nicht infektiös zu sein. Daher wird dringend empfohlen, trotz eines negativen Testergebnisses die bekannten AHA-Regeln einzuhalten.

Erneute Maskenpflicht auf Entsorgungsanlagen und Recyclinghöfen!

Nachdem die Maskenpflicht auf den Entsorgungsanlagen und Recyclinghöfen im Landkreis Calw in den letzten Monaten ausgesetzt war, wird sie nun erneut eingeführt.

Ab sofort gilt auf den zwei Entsorgungsanlagen Altensteig-Walddorf und Simmozheim sowie den sechs Recyclinghöfen Bad Wildbad, Calw-Zettelberg, Dobel, Nagold, Neubulach-Oberhaugstett und Schömberg wieder eine Maskenpflicht.

Das heißt, Mund und Nase müssen bedeckt sein. Sollte jemand keine Maske zur Hand haben, kann auch ein Schal oder ein passendes Tuch genutzt werden. Diese Maßnahme wird erneut umgesetzt, da die Corona-Fallzahlen auch im Landkreis Calw in den letzten Wochen wieder sprunghaft gestiegen sind.

„Um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu minimieren, haben wir uns wieder zu dieser Regelung entschlossen“, berichtet Hasan Uslu, Bereichsleiter Betrieb und zuständig für die Anlagen der AWG. „Wir bitten darum, dass alle Kunden wie bereits im Frühjahr entsprechend ausgerüstet auf die Anlagen kommen, als das gut funktioniert hat.“

Wichtig für die AWG ist weiterhin, dass neben der Maskenpflicht auch das Abstandsgebot eingehalten wird. Beides gilt auf allen Anlagen sowohl an der Kasse als auch beim Abladen der Abfälle.

„Es kommen immer wieder Kunden auf die Anlagen, die den nötigen Mindestabstand zu unseren Mitarbeitern oder anderen Kunden nicht einhalten“, so Uslu. „Um aber einen reibungslosen Ablauf in diesen Corona-Zeiten gewährleisten zu können, werden wir weiterhin auf die Einhaltung dieser Vorgaben achten und behalten uns vor, Kunden, die dazu nicht bereit sind, von der Anlage zu verweisen.“

Weitere Informationen zu den Entsorgungsanlagen und Recyclinghöfen und zu allen weiteren Auswirkungen der Corona-Krise auf die Abfallwirtschaft im Landkreis Calw sind bei der Abfallberatung unter der kostenlosen Servicenummer 0800 30 30 839, per Fax 07452 6006-7777, via E-Mail kontakt(@)awg-info.de oder auch auf der Website unter www.awg-info.de erhältlich. Dort werden immer die neuesten Informationen eingestellt.

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