Baugebiet „Am Hengstberg“: Höfen an der Enz

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Großprojekt „Am Hengstberg“ - Maximal 270 Wohneinheiten - Warten auf Gutachten - Bürgerbeteiligung vorgesehen

Die Gemeinde Höfen an der Enz plant seit vielen Monaten das große Baugebiet „Am Hengstberg.  Gemeinderat und Gemeindeverwaltung sind grundsätzlich der Meinung, dass die Gemeinde in den kommenden Jahrzehnten kontinuierlich wachsen müsse, um angesichts notwendiger Infrastrukturmaßnahmen auch eine finanziell gute Entwicklung nehmen zu können. Gemeinderat, Kämmerin und Bürgermeister haben sich auch auf ihrer Klausur im Oktober mit diesem Baugebiet und den Hintergründen beschäftigt und wollen die Höfener Bevölkerung nunmehr auf den aktuellen Diskussionstand bringen. Bürgermeister Heiko Stieringer: „Wir haben noch nicht alle relevanten Daten zusammen. Aktuelle Gutachten zur Wirtschaftlichkeit und zur baulichen Realisierung laufen derzeit noch. Danach wollen wir das Gespräch mit der Bürgerschaft suchen.“

Bürgermeister Heiko Stieringer betont: „Das Bauprojekt ist die folgenreichste Maßnahme für Höfen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Da wollen wir als Gemeindeverwaltung und Gemeinderat in jeder Hinsicht auf Nummer sichergehen.“ Und: „Noch ist nichts entschieden. Nur wenn die für die Gemeinde und den Gemeinderat relevanten Parameter am Ende auch passen, werden wir vor der Bevölkerung eine Umsetzung dieses Projekts auch vertreten können.“

Konkret gibt es vier grundsätzliche Fragestellungen, die noch einer genauen Prüfung und Klärung bedürfen. „Die erste Frage ist, ob wir eine verkehrlich sinnvolle Erschließung des am Hang über Höfen liegenden Baugebiets hinbekommen, die auch so wirtschaftlich ist, dass sich jemand die dann aufgerufenen Preise leisten kann. Es dreht sich dabei im Wesentlichen um funktionale Zu- und Abfahrten, die zudem optimal in das Verkehrsgeschehen in Höfen integriert werden müssen. Es sind mehrere Trassen im Gespräch, auf die wir dann genauer eingehen werden.“

Das zweite gravierende Thema ist die geplante Größe des Baugebiets und der Zeitraum der Erschließung. Nach den Unterlagen des beauftragten Planungsbüros wäre auf der Fläche der Bau von maximal 270 Wohneinheiten möglich. Heiko Stieringer: „Das sind, wenn man zwei bis drei Personen pro Wohnung oder Haus annimmt, 550 – 810 Neubürgerinnen und -bürger. Das ist eine Riesenherausforderung für unsere Infrastruktur, für Kitas und Schulen, für Spielplätze, Parkraum und medizinische und soziale Einrichtungen.“ Dies müsse die Gemeinde dann auch über viele Jahre und Jahrzehnte stemmen können. „Auf der Klausur haben wir uns grob auf folgende Linie verständigt: Wir wollen den Verkauf und die Bebauung so steuern, dass unsere vorhandenen Einrichtungen gut ausgelastet sind und moderat erweitert werden, ohne an Belastungsgrenzen zu stoßen. Dafür würden wir in Kauf nehmen, dass sich der Bauprozess über eine lange Zeit hinzieht.“ Vorstellbar wäre deshalb, die gesamte Fläche in sinnvolle Baufenster aufzuteilen und sukzessive in den Verkauf zu geben.

Die dritte Frage dreht sich ums liebe Geld. Vor allem Kämmerin Lena Rehklau und der Bürgermeister legen Wert darauf, dass die langfristigen Risiken zwischen Planungsfirma, Investoren und Gemeinde so verteilt werden, dass sie für die Gemeinde kalkulierbar bleiben und auch angesichts der bevorstehenden finanziellen Engpässe in den kommenden Jahren verlässlich sind. Ziel sollte es sein mindestens eine schwarze Null zu erzielen. Bürgermeister Stieringer: „Wir werden das Baugebiet nicht um jeden Preis realisieren. Die Verwaltung und der gesamte Gemeinderat werden sich dieser Sache annehmen und auch das Projekt engmaschig begleiten.“

Das vierte Thema ist die Integration der zukünftigen Neubürgerinnen und Neubürger in das Höfener Gemeindeleben. Darüber hat der Gemeinderat auf der Klausur intensiv diskutiert. Seit Jahren gibt es Aktivitäten seitens der Vereine, um die Althöfener und die neu Zugezogenen in einen regelmäßigen Kontakt zu bringen. Viele Räte halten es auch für erforderlich, dass „frischer Wind“ in die Gemeinde kommt und so auch im gesellschaftlichen Bereich eine Weiterentwicklung stattfinden kann.

Dieses Thema wird angesichts der zu erwartenden Zuzugszahlen am Hengstberg noch deutlicher in den Blickpunkt geraten und auch zu diesem Thema wünschen sich Gemeinderat und Verwaltung im direkten Bürgergespräch offene Rückmeldungen und weiterführende Impulse. Grundsätzlich besteht auch eine Offenheit für eine professionelle Bearbeitung dieses Themas.

Gemeinde Höfen informiert über Großprojekt „Am Hengstberg“

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