Brückensanierungen: Höfen an der Enz

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Sanierung der Enzbrücke am Sägmühleweg abgeschlossen!

Abrechnung weit unter der Kostenberechnung
Der Freitag vergangener Woche brachte der Gemeinde Höfen ein kurzes, aber umso erfreulicheres Event. Die symbolische Wieder-Eröffnung der sanierten Brücke über die Enz am "Sägmühleweg" mit dem Durchschneiden des dazu angebrachten Absperrbandes seitens der Bürgermeister Heiko Stieringer und Klaus Mack (Bad Wildbad) in Vertretung von MdL Thomas Blenke (CDU) sowie seitens der Projektleiterin Irene Panasowski (Ingenieurbüro Rothenhöfer, Karlsruhe).
Erfreulich war dabei insbesondere die Tatsache, dass die Kosten mit weniger als 50 Prozent der vom Ingenieurbüro Rothenhöfer kalkulierten Summe von 480 493,70 Euro netto abgerechnet werden konnten. Für die im Herbst des vergangenen Jahres ausgeschriebenen Sanierungsarbeiten hatten sich insgesamt 18 Unternehmen interessiert. Zur Vergabe am 7. Dezember 2020 lagen dem Gemeinderat zehn Angebote mit einer finanziellen Bandbreite von brutto 196 294,93 Euro bis zu 678 196,02 Euro vor, wobei der Firma B + S GmbH (Bietigheim) als günstigster Bieterin der Auftrag auf der Basis ihres Angebots mit 164 953,72 Euro netto erteilt wurde. Nach dem Winter konnten die Arbeiten zum 1. März 2021 beginnen und damit in einer Zeit ablaufen, in der coronabedingt keine Fußballspiele auf dem über die Brücke zu erreichenden Sportplatz stattfanden und auch der dort befindliche gastronomische Betrieb geschlossen war. Am 1. April mussten die Sanierungsarbeiten wegen nicht definierbarer Geräusche kurzzeitig eingestellt werden. Mit der Folge, dass im Zuge weiterer Untersuchungen notwendige Arbeiten mit Mehrkosten von 23 569,94 Euro netto notwendig wurden. Trotz dieses Nachtrags konnten die ursprünglich kalkulierten Kosten unter dem Strich um mehr als 50 Prozent unterschritten werden. Dank der Unterstützung von MdL Thomas Blenke wurde der Gemeinde Höfen zur Brückensanierung eine Zuwendung des Landes von 50 Prozent der Sanierungskosten und zusätzlich noch ein Fördersatz von 15 Prozent zu den Planungskosten des Ingenieurbüros Rothenhöfer bewilligt.

"Brücken verbinden Menschen und sind gleichzeitig wichtige Verkehrswege", führte Bürgermeister Klaus Mack aus, übermittelte die Grüße von Thomas Blenke und freute sich über den 50-prozentigen Zuschuss für die Gemeinde Höfen aus dem Förderprogramm für Brückensanierungen. Bürgermeister Heiko Stieringer dankte dem Ingenieurbüro Rothenhöfer und dem Bauunternehmen B + S GmbH für die reibungslose Abwicklung des Projekts und hoffte auf einen langen Erhalt der Brücke in ihrem jetzt sanierten Zustand. Sei die Sägmühleweg-Brücke doch die jüngste, aber sanierungsbedüftigste aller Brücken im Ort gewesen.

Diplom-Ingenieur (FH) Hermann Rothenhöfer zeigte sich zufrieden mit der zügigen Abwicklung der Sanierungsarbeiten. Seinen weiteren Ausführungen zufolge sei er von der Vielzahl der Angebote bei der Vergabe im Dezember überrascht gewesen, habe er doch nur mit einigen wenigen gerechnet. Den Grund für den Unterschied zwischen seiner Kostenberechnung und den letztendlichen Gesamtkosten der Maßnahme sah er in der längeren Vorlaufzeit einer Sanierungsplanung, bei der eventuelle Kostensteigerungen bis zur Realisierung vorzusehen seien. Er wünschte der Gemeinde Höfen eine möglichst lange sorgenfreie Nutzung der Brücke ohne größere Unterhaltungsmaßnahmen und -kosten.

Bilder und Text: Heinz Ziegelbauaer

Aktueller Stand (26.05.2021) der Sanierungsmaßnahme Brücke Sägmühleweg

- Die Instandsetzungsarbeiten des Überbaus und der Widerlager sind abgeschlossen.

- Das Fahrgerüst ist abgebaut.

- Aktuell werden die Lager instandgesetzt und die Böschungen reguliert.

- Am Dienstag, den 01.06.2021 um 8:30 Uhr erfolgt die VOB-Abnahme.

Aktueller Stand (27.04.2021) der Sanierungsmaßnahme Brücke Sägmühleweg

Der Gussasphalt ist eingebaut. Die Asphalttrag-/deckschicht wird voraussichtlich Mitte 18. KW 2021 eingebaut.

Aktuell werden die Bordsteine im Anschluss an die Kappen versetzt.

Die Instandsetzungsarbeiten (Sanierung des Überbaus, Unter-, Seitensichten) werden Ende der Woche aufgenommen.

Aktueller Stand (29.03.2021) der Sanierungsmaßnahme Brücke Sägmühleweg

  • Aktuell laufen die Bewehrungsarbeiten an den Kappen.
     
  • In beide Kappen sind noch die Leerrohre einzuführen und das Fugenband zu verlegen.
     
  • Am Dienstag, den 30.03.21 erfolgt die Betonage.
     
  • Am Mittwoch wird die Oberfläche der Überbauplatte für die Ausführung der Straßenbauarbeiten vorbereitet.
     
  • Am Donnerstag wird das Geländer montiert. Parallel erfolgt die Grundierung und Kratzspachtelung des Überbaus.
     
  • Die Arbeiten erfolgen so, dass der Fußgängerverkehr jederzeit die Brücke passieren kann.
     
  • Nach den Osterfeiertagen werden die Straßenbauarbeiten ausgeführt.

Aktueller Stand (16.03.2021) der Sanierungsmaßnahme Brücke Sägmühleweg

Die bestehenden Kappen auf dem Überbau und im Bereich der Flügelwände sind abgebrochen. Der Asphaltbelag ist vollständig abgetragen.

Aktuell laufen die Abdichtungsarbeiten im Bereich der Kappe (unterstromseitig). Oberstromseitig ist die Abdichtung vollständig angebracht. Die Verbreiterung der Flügelwände erfolgt noch bis voraussichtlich Ende der Woche. Die bestehenden Straßenabläufe sind ausgebaut und werden diese Woche durch neue ersetzt.

Aktuell laufen die Arbeiten voll im Zeitplan, so dass auch weiterhin von einer Fertigstellung bis Ende April 2021 nichts im Wege steht.

Der Fahrzeugverkehr ist wegen des erforderlichen Arbeitsraumes tagsüber leider weiter nur eingeschränkt möglich. Fußgänger können jedoch auch weiterhin die Brücke passieren. Sollten Baufahrzeuge vor Ort sein, machen Sie sich gegenüber den Arbeitern bemerkbar, damit Sie gefahrlos daran vorbeikommen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

  

Kostengünstige Sanierung der Sägmühleweg-Brücke

Geplant in den Jahren 2018 bis 2020, ausgeschrieben im vergangenen Jahr mit einer Kostenschätzung des Ingenieurbüros Rothenhöfer (Karlsruhe) von insgesamt etwa 572 000 Euro, vom Gemeinderat an die Bauunternehmung B + S (Bietigheim) als günstigstem Anbieter mit rund 196 000 Euro brutto am 7. Dezember 2020 vergeben und derzeit in der Sanierung begriffen: Die Brücke über die Enz am Sägmühleweg in Höfen als wichtige Zufahrt zum Sportplatz, auf dem sich der VfL Höfen nach dem Corona-Lockdown eine baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs erhofft.

Am Donnerstagvormittag war die Baustelle der Treffpunkt für Bürgermeister Heiko Stieringer, für den CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Blenke, für Diplom-Ingenieur (FH) Hermann Rothenhöfer und für Fritz Ochner als Leiter des Höfener Baubetriebshofes.

Erbaut wurde die jetzt in der Sanierung begriffene Brücke Bürgermeister Stieringer zufolge im Jahr 1980 als Spannbeton-Plattenbalkenbrücke. Obwohl Hermann Rothenhöfer von einer durchschnittlichen Nutzungszeit von Brücken mit bis zu 70 Jahren ausgeht, wurde diejenige am Sägmühleweg schon im Jahr 2015 von ihrem Zustand her auffällig. Bei einer erneuten Prüfung im Jahr 2018 erhielt sie die Note 3,0, was sich im Gegensatz zur Zeugnisnote 3,0 als nicht befriedigend darstellte. Festgestellt wurden insbesondere im Bereich der Brückenkappen Tausalzschäden, Rissbildungen im Beton und Setzungen des Gehweg- und Fahrbahnbelages mit bis zu drei Zentimetern. Diese Erkenntnis führte zu der konkreten Sanierungsplanung, wobei gleichzeitig auch an die Sanierung der Rathausbrücke und der Ochsenbrücke im Höfener Ortszentrum gedacht und wegen eventueller Zuschüsse aus dem Brückensanierungsfonds des Landes Baden-Württemberg mit Thomas Blenke Verbindung aufgenommen wurde. Mit seiner Unterstützung waren die Zuschussanträge erfolgreich mit der Maßgabe, dass aus dem Sanierungsprogramm für den Kreis Calw mit einem Umfang von insgesamt 4,16 Millionen Euro allein der Gemeinde Höfen 400 000 Euro bewilligt wurden und davon 155 000 Euro auf die Brücke im Zuge des Sägmühleweges entfielen. Was mit der Zuschussbewilligung des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom 14. Juli 2020 "grünes Licht" für die Ausschreibung der Sanierungsarbeiten bedeutete. Angenehm überrascht waren das Karlsruher Planungsbüro und der Höfener Gemeinderat über den Eingang von Angeboten von zehn Bauunternehmen in einer finanziellen Bandbreite zwischen rund 196 294 und 678 196 Euro brutto, worauf der Firma B + S GmbH als kostengünstigster Bieterin der Auftrag zur Ausführung der Betoninstandsetzungs-, Kappenerneuerungs- und Straßenbauarbeiten erteilt wurde. Angelaufen sind diese nach der kürzlichen Frostperiode, mit der Fertigstellung ist im Mai zu rechnen.

Beim Pressegespräch am Donnerstagvormittag führte Hermann Rothenhöfer das kostengünstigste Angebot mit rund 196 000 Euro brutto zum einen auf gefallene Baupreise und zum anderen auf den mit dem Herbst des vergangenen Jahres vorteilhaften Ausschreibungszeitpunkt mit vielleicht noch nicht komplett gefüllten Auftragsbüchern zurück. Vor diesem Hintergrund sah er auch die Vielzahl von 18 Firmen, welche die Ausschreibungsunterlagen angefordert und damit noch freie Ausführungskapazitäten in diesem Jahr signalisiert hatten. "Vor Jahren wären es vielleicht nur drei Firmen gewesen", war seine Vermutung. Damit hätte Höfen im Zuschussrahmen noch Geld für die Sanierung der weiteren beiden Brücken in den Jahren 2022 und 2023 "übrig" gehabt, was aber den Ausführungen von Bürgermeister Stieringer zufolge wegen der angespannten Höfener Haushaltslage und der dafür geltenden Zuschussregelungen so nicht ablaufen könne und auf die folgenden Jahre verschoben werden müsse. Mit der Folge einer separaten Antragstellung auf Mittel aus dem Brückenbauprogramm.

Die immer wieder vorzeitig notwendig werdenden Brückensanierungen führte MdL Thomas Blenke unter anderem auch auf die ständig zunehmenden Belastungen mit immer größeren und schwereren Fahrzeugen zurück. Ihm dankte Bürgermeister Stieringer für seinen persönlichen Einsatz bei der Zuschussgewährung. Das Fazit des Höfener Bürgermeisters: "Mit dem Zuspruch von MdL Blenke und der günstigen Angebotssituation reduzieren sich die geplanten Kosten (inklusiv Honorare) der gesamten Maßnahme um mehr als die Hälfte für die Gemeinde Höfen auf rund 260 000 Euro. Hierbei kommen rund 110 000 Euro als Landeszuschuss aus dem Brückensanierungsprogramm in Abzug. Im Ergebnis verbleiben bei der Gemeinde noch Restkosten in Höhe von 150 000 Euro."

Text und Bild: Ziegelbauer

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