Kreisverkehr „Sonnenkreuzung“: Höfen an der Enz

Seitenbereiche

Zum Freibad Online-Shop

Hauptbereich

27.06.2022 = Arbeiten am Kreisverkehrsplatz B 294 / L 343 in Höfen ruhen

Das Landratsamt Calw informiert:

Arbeiten am Kreisverkehrsplatz B 294 / L 343 in Höfen ruhen

In Höfen laufen aktuell die Umbauarbeiten des Knotenpunktes B 294 / L 343 zu einem Kreisverkehrsplatz. Aufgrund der gleichzeitigen Erkrankung der dort zuständigen Mitarbeiter der bauausführenden Baufirma ruhen die Arbeiten für ca. eine Woche. Wenn die Arbeiten wieder aufgenommen werden, wird versucht werden die Verzögerung wieder aufzuholen, um den Kreisverkehrsplatz entsprechend der geplanten Bauzeit fertig zu stellen.

Die NetzeBW arbeitet trotzdem an den Masten, die zurückgebaut werden müssen und die Versorgung über Erdkabel erfolgen wird.

 

"Kreisverkehr B294" in der Ortsmitte 4. Woche

Alle Fotos: Gemeinde Höfen an der Enz

"Kreisverkehr B294" in der Ortsmitte 2. + 3. Woche

Alle Fotos: Gemeinde Höfen an der Enz

Baubeginn "Kreisverkehr B294" in der Ortsmitte - 1. Woche vom 30.05. - 04.06.2022

Alle Fotos: Gemeinde Höfen an der Enz

  

Baubeginn "Kreisverkehr B294" in der Ortsmitte

Wer aktuell die Bundesstraße B 294 durch das Enztal befährt, muss viel Geduld mitbringen. Denn seit Montag, 30.05.22, laufen die Arbeiten zum Bau des Kreisverkehrs. Und die bringen neben Umleitung und Ampelregelung auch lange Staus in Höfen.
Kaum ein Sommer vergeht im Oberen Enztal ohne eine Baustelle auf der Bundesstraße 294. Am Montag haben die Arbeiten für den Kreisverkehr in der Höfener Ortsmitte begonnen – und bereits jetzt stöhnen Autofahrer über lange Staus vor allem zur Hauptverkehrszeit. Und daran müssen sich die Autofahrer, die durch Höfen durch wollen, gewöhnen. Zumindest bis zu den Sommerferien. Denn bis dahin ist die B 294 halbseitig gesperrt. Danach ist dann gar kein Durchkommen mehr möglich und Pendler oder Touristen, die zum Beispiel zu den Attraktionen auf dem Bad Wildbader Sommerberg oder nach Enzklösterle wollen, müssen eine lange Umleitung in Kauf nehmen.
Vollsperrung in den Sommerferien
Den Hoffnungen, dass sich an den Planungen noch etwas ändern könnte, hat Janina Dinkelaker, die Pressesprecherin des Calwer Landratsamtes, auf Anfrage unserer Redaktion jetzt einen klaren Dämpfer verpasst: "Der veranschlagte Zeitplan ist immer noch aktuell. Die Vollsperrung Richtung Langenbrand (L 343) dauert also bis zu den Sommerferien an. Die B 294 wird bis zu den Sommerferien eingeengt und in den Sommerferien gesperrt."
Besonders betroffen sind derzeit Autofahrer, die von oder über Höfen nach Langenbrand fahren wollen – oder natürlich in umgekehrter Richtung. Diese Strecke beträgt normalerweise gerade einmal 4,5 Kilometer von Ortsmitte zu Ortsmitte, laut Google Maps beträgt die Fahrzeit sechs Minuten. Nun ist diese Strecke nur noch von Langenbrand bis zum Freibad Höfen frei. Stattdessen müssen die Autofahrer eine Umleitung fahren – über Schömberg, Igelsloch, Siehdichfür und Calmbach bis nach Höfen: 19,7 Kilometer Strecke und 23 Minuten Fahrzeit.
"Leider ist eine Baustelle in der Größenordnung nicht ohne Einschränkungen durchzuführen", teilt Höfens Bürgermeister Heiko Stieringer auf Anfrage unserer Redaktion mit. Die Berufspendler müssten mehr Zeit und Wegstrecke einplanen und "in den Stoßzeiten wird es nicht vermeidbar sein, dass sich Rückstaus bilden werden. Die Ampelregelung ermöglicht derzeit trotzdem einen guten Abfluss des Verkehrs. Selbstverständlich werden wir hier die Situation beobachten und im Bedarfsfall nachjustieren", so der Bürgermeister weiter.
Viele Einschränkungen
Zudem hätten auch "die Gastronomen und der Einzelhandel mit Einschränkungen oder auch Belastungen zu leben. Die Anwohner haben die Belastungen der Baustelle und auch des Verkehrsaufkommens zu tragen."
Dennoch überwiegt bei Stieringer das Positive: "Die Gemeinde Höfen wird zukünftig einen sehr großen Nutzen durch den Kreisverkehr haben." Neben einem gleichwertigen Verkehrsfluss auf allen Zufahrten B 294/L 343, was Geschwindigkeits- und Lärmreduzierung bedeute, werde dieser "auch einen innerörtlichen neuen Charakter darstellen", ist er sicher.
Zumindest bis Ende August können Pendler – vernünftige ÖPNV-Anbindung vorausgesetzt – das günstige 9-Euro-Ticket nutzen und so eventuell dem Stau entgehen.
Das macht sich übrigens auch die Stadt Bad Wildbad zunutze und die Touristik Bad Wildbad zahlt Pauschalurlaubern das 9-Euro-Ticket. Sowohl von Pforzheim als auch aus Karlsruhe, Calw oder Bad Herrenalb sei Bad Wildbad "optimal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen", teilt die Touristik mit und will so die Anreise mit der S-Bahn forcieren.

Text: Bernd Mutschler (SchwaBo)  Fotos: Kugel (SchwaBo)

Infobereiche